hexenworte

Traditionen, Geschichten und Wissen eines alten Weges

Frauenkräuter und Fruchtbarkeitsmagie


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Der Wunsch nach Fruchtbarkeit, nach einem oder sogar mehreren Kindern, liegt mit Sicherheit in den Genen vieler  Frauen. Aber leider läuft nicht immer alles so, wie frau es  sich wünscht. Dann anzunehmen, es sei Schicksal und es solle wohl so sein, vereinfacht es vielleicht doch zu sehr. Denn der starke Wunsch nach Kindern sitzt oft so tief, dass man vermuten könnte er wäre eine Herausforderung oder Aufgabe seitens der Göttin selbst…

In vielen Kulturen gab und gibt es das Wissen über bestimmte Kräuter und entsprechende Rezepturen, um die Fruchtbarkeit anzuregen. Aber nicht nur dies allein, auch der Glaube an die Kraft bestimmter Orte, Fruchtbarkeitsgöttinnen, magischer Fruchtbarkeitsriten, sowie der feste Verbund einer Frauensippe* spielten und spielen eine wichtige Rolle. Einige dieser Dinge möchte ich hier vorstellen.

Bei Kräutern kann vielleicht nicht immer und in jedem Fall nachgewiesen werden, welcher Wirkstoff genau die Fruchtbarkeit anregt. Es gibt aber einige Kräuter, die schon seit Jahrtausenden erfolgreich genutzt werden, um die Fruchtbarkeit zu steigern. Dies sind die bekanntesten und beliebtesten Kräuter, die zur Anregung der Fruchtbarkeit verwendet werden:

Basilikum (Ocimum basilicum):

Vielen ist Basilikum als beliebtes Gewürz und auch als Kraut für  magische Rituale bekannt. Was viele Frauen  jedoch nicht wissen, ist, dass Basilikum als Bestandteil eines Zyklustees auch dazu beitragen kann, dass eine Frau mit Kinderwunsch schneller schwanger werden kann. Durch das im Zyklustee enthaltene Basilikum wird die weibliche Libido gesteigert, wodurch die Chancen schwanger zu werden ebenfalls zunehmen.

Beifuß (Artemisia vulgaris)

Beifuß regt die Produktion der Sexualhormone Östrogen und Gestagen an und fördert wie auch Basilikum den Eisprung. Daneben wirkt es entgiftend für Leber und Nieren. Auch hier kann frau den Beifuß entweder als Würze für Ihre Speisen nutzen oder als Tee trinken.

Frauenmantelkraut (Alchemilla Vulgaris):

Das Frauenmantelkraut, im Volksmund auch Marienkraut und Frauenheil genannt, darf in einem Zyklustee, der Frauen helfen soll schwanger zu werden, nicht fehlen. Das Kraut, welches auch bei PMS-Leiden und anderen Frauenkrankheiten Verwendung findet, wirkt zyklusregulierend. Außerdem hilft Frauenmantel dem weiblichen Körper dabei, Zervixschleim aufzubauen, welcher essentiell ist, wenn eine Frau schwanger werden möchte. Durch den Zervixschleim, der sich im weiblichen Zyklus verändert und auch ein Indikator für die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage ist, gelangen die Spermien zum zu befruchtenden Ei.
Dies ist ein Kraut, das die Bildung des Gelbkörperhormons Progesteron anregt. Progesteron bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Eis vor und versorgt in einer Schwangerschaft das Baby. Frauenmantel ist ein Rosengewächs, das die Gelbkörperhormonbildung anregt. Es soll sanfter und zuverlässiger wirken als Mönchspfeffer. Außerdem verbreitet Frauenmantel gute Laune. Frauenmantel kann als Tee oder Tropfen eingenommen werden.

Rosmarienblätter (Rosmarinus officialis):

Rosmarienblätter als Bestandteil eines Zyklustees zum schwanger werden haben eine mild aphrodisierende Wirkung. Des Weiteren animiert das beliebte Gewürzkraut in der ersten Hälfte des Zyklus den Eisprung.
Durch Rosmarin wird die Keimdrüsentätigkeit angeregt und es wirkt daher ähnlich wie Östrogen. Darüber hinaus wirkt Rosmarin reinigend und sorgt für gute Laune. Rosmarin zu Speisen hinzufügen oder als Tee trinken.

Teerezept für einen Zyklustee aus Basilikum, Beifuß, Frauenmantel oder Rosmarin

Um einen Tee aus Basilikum, Beifuß, Frauenmantel oder Rosmarin zuzubereiten, nutze  am besten frische Blätter des jeweiligen Krautes. Hierzu einfach 25-50 Gramm frische Kräuter-Blätter mit kochendem Wasser (etwa 1 Liter) übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach durch ein Sieb geben und über den Tag verteilt trinken.

Gingsengwurzel:

Ginseng ist nicht nur eine Wurzel, die die Fruchtbarkeit steigert, sie hilft außerdem gegen Schwäche, Erschöpfung und Stress. Am besten ist es, die Ginsengwurzel als Tee zu konsumieren. Zubereitung: 3 Gramm Ginsengwurzel (fein geschnitten) mit kochendem Wasser übergießen und etwa 5-10 Minuten ziehen lassen. Anschließend durch ein Sieb geben. Trinke 3-4 Wochen lang eine oder zwei Tassen jeden Tag.

Himbeerblätter (Rubus idaeus):

Die Himbeere ist eine Pflanze, die nicht nur aufgrund ihrer süßen Früchte, sondern auch ihrer heilenden Wirkung bekannt ist. Himbeerblätter als Inhaltsstoff eines Zyklustee um schwanger zu werden, bereiten die weiblichen Organe auf eine anstehende Schwangerschaft vor. Sie stärken das Bindegewebe, entspannen die Gebärmutter und sorgen so für eine bessere Durchblutung. Das ist aber noch lange nichts alles, was Himbeerblätter im Zyklustee bewirken können. Sie unterstützen den weiblichen Körper auch bei der Produktion des wichtigen Zervixschleimes und fördern die Reifung der Eibläschen.
Himbeerblätter regulieren auf natürliche Weise den Hormonhaushalt und stärken sowohl die Gebärmutter- als auch die Beckenmuskulatur. Tee-Zubereitung: 1,5 Gramm Himbeerblätter (fein geschnitten) mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb geben. Trinke täglich 2 Tassen.

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer ist wohl eines der bekanntesten Kräuter zur Förderung der Fruchtbarkeit. Es reguliert die Produktion der Hormone FSH und LH und normalisiert den Hormonhaushalt. Mönchspfeffer wird in zahlreichen verschreibungspflichtigen Medikamenten eingesetzt. Die Einnahme sollte daher vorher mit dem Arzt abgesprochen werden.

Schafgarbenkraut (Achillea millefolium):

Schafgarbe ist eines der wichtigsten Heilkräuter in der Volksmedizin. Schafgarbe reguliert die Produktion des wichtigen Gelbkörperhormons und unterstützt das befruchtete Ei bei der Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut. Durch den Genuss getrockneter Schafgarbe bei Kinderwunsch wird der weibliche Körper und der Hormonhaushalt darauf vorbereitet, schwanger zu werden. Daher sollte Schafgarbe in einem Zyklustee für den Kinderwunsch auf keinen Fall fehlen.

Zitronenverbene (Aloysia citrodora):

Zitronenverbene ähnelt in seiner Wirkweise sehr dem oben beschriebenen Basilikum. Sie regt  die weibliche Libido an. Außerdem verleiht die Zitronenverbene dem o.g. Zyklusteerezept einen angenehmen und fruchtigen Geschmack! Dieser Zyklustee hilft so nicht nur, eventuell schneller schwanger zu werden, sondern belebt auch noch den Geist der Frau, was wiederum dem Kinderwunsch sehr dienlich ist!

Um die Kräutertees noch schmackhafter zu machen, kann zum Beispiel Lemongras hinzugegeben werden.

Auch könnten Gewürze in Speisen wie Kakao (echter), Kardamon und Chilli , Duftmischungen wie Rosenöl, Ylang Ylang, Sandelholz  als Raumdüfte bspw. bei einem Liebesdinner der trauten Zweisamkeit und vor allem danach ein echter Helfer  auf dem Wege zum Babyglück sein.

Unsere Vorfahren im nordeuropäischen Raum wussten  ebenfalls mit Kräuterölen umzugehen.Vieles wurde aus den Mittelmeerländern transportiert und mit den heimischen Kräutern und Blüten vermischt. Und nicht nur wegen ihres Duftes waren diese Öle begehrt, sie dienten auch der zwischenmenschlichen Manipulation –  man mischte sich Aromadüfte, um die Liebe anzuregen, um die Sinne regelrecht zu betäuben um eine oder einen Geliebten zu betören.
Zu den Blüten und Gewürzen, denen solche aphrodisierende Wirkung nachgesagt wurden, gehören u.a.: Jasmin, Rose, Orangenblüten, Ylang Ylang, Patchouli, Nelke, Kardammon, Pfeffer, Sandelholz und viele mehr, denn sie alle wirken als Heilmittel bei Impotenz und Frigidität. Jasmin und Rose waren aufgrund ihrer Essenzen nicht nur ein starkes Aphrodisiakum, sie wirken auch allgemein durchblutungssfördernd und haben eine entspannende, sowie wärmende Wirkung auf den Körper bzw. das Geschlecht. Kräftigende Essenzen wie Muskatellersalbei und Ylang Ylangblüten wirken als Rauch oder als Duftöl stark auf das Nervensystem.
Hier ein Rezept:
Koche einen Absud aus je einer Handvoll
Rosmarin und Melisseblätter mit 2 Zimtstangen…
Dies soll die Lust auf sinnliche Stunden wecken.
Oder einfach
1-3 tropfen von Ylang Ylang Blüten Öl in Honig, Zucker oder Alkohol, soll 3x täglich eingenommen ebenfalls eine sehr positive Wirkung auf das etwas lahme Liebesleben haben.

Ein in Nordeuropa  weit verbreitetes Duft- und Heilöl wurde aus Wacholderbeeren oder dessen Nadeln gewonnen. Es galt als ein erwärmendes, Lebens oder auch Leibeskräfte erzeugendes und förderndes Öl, das auch praktischer Weise gleichzeitig Spuk und Geister vertreiben konnte. Ebenfalls soll es die Impotenz vertreiben. Und laut früherer Aromatherapie war es egal, ob diese durch einen Dämon oder durch eine Krankheit ausgeslöst wurde.

 

Zu guter Letzt das Sinnbild der Liebe, die Rose.
Sie steht seit ewigen Zeiten für die Liebe und soll durch die Göttin Aphrodite zu den Menschen gekommen sein. Die Rose war den Germanen heilig und unterstand dem Schutz der Liebesgöttin Freya.
Ihre Essenzen sind auch heute sehr begehrt und in vielen Produkten zu finden. Rosenöle sind aufwändig in der Herstellung und daher kostbar und entsprechend teuer. Man kann vieles daraus zaubern, von Marzipan bis zu Körperlotion ist es überall zu finden. In der Magie wird die Rose für diverse Liebeszauber und Rituale genutzt, galt sie ja seit je her auch  als Sinnbild der Vulva.**

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Aber gerade die Magie und deren Rituale sollten  als ein wichtiger Faktor zur Steigerung  der Fruchtbarkeit  nicht vergessen werden.
In sehr vielen alten Kulturen war und ist es ein ganz wichtiger Vorgang, die  Fruchtbarkeitsgöttin  um Hilfe zu bitten.

So ist es hilfreich, bei zunehmender Mondin oder direkt zur Vollmondin im Zeichen der Venus ein Bad in einem Fluss, See oder Teich zu nehmen. Am besten zu der Zeit, da Mutter Natur aus ihrem langen Winterschlaf erwacht und die Temperaturen mild und angenehm werden. Vorher wird die jeweilige Göttin , wie z.B. Hulda/Holle, Hekate, Freya (oder die, die einem am nächsten steht) um Beistand und Hilfe gebeten.
Auch  kleine Gaben an die Göttin sollten dabei sein. Nehme einige rote Früchte , wie die Erdbeere oder der Granatapfel (er steht für Fruchtbarkeit), mixe eine Kräutermischung unter Verwendung einiger der weiter oben genannten Kräutern oder mache einen Sud daraus, dann noch ein paar Opfergaben, wie Dinge, die man frohen Herzens gegen ein Kind eintauscht; etwas aus dem Job oder von Hobbys (Symbole daraus) die im Falle der Wunscherfüllung nicht mehr passen werden. Weiterhin etwas von sich selbst und von dem Mann ( dem Vater des angehenden Kindes) und ein rohes Ei , es ist das Symbol für Fruchtbarkeit. Wickle alles zusammen in ein rotes Tuch. Bei geschlechtsspezifischen Wunsch kann das Tuch auch rosa (Mädchen) oder blau (Junge) sein. Nun grabe ein ausreichend großes Loch in der Nähe eines Kreuzweges oder anderer Schwellenorte wie z.b. der Holunderbusch, um hier die Gaben der Göttin weihen. Bitte sie um Hilfe beim Zustandekommen der Schwangerschaft und meditiere evtl. etwas über deinen Kinderwunsch. Dann gebe alles in das vorgegrabene Loch und gieße den Sud aus den Kräutern dazu (man kann die Kräuter auch getrocknet dazu geben, oder sie an Ort und Stelle verräuchern). Das Loch wieder gut verschließen und mit Steinen o.ä. bedecken, sodass kein Tier oder Mensch es finden wird.

Ein alter ägyptischer Brauch bei Kinderwunsch war es,  ein Korn von einer Getreideähre in einen mit Zeichen bemalten und entsprechend geweihten Tontopf zu pflanzen. Diesen Topf in den Schlafraum stellen und nach vollbrachter Liebesnacht immer das Gießwasser mit dem eigenen Morgenurin mischen. Wenn dann bald ein Keimling aus der Erde schaut, ist dies ein Zeichen, dass Nachwuchs ins Haus steht . Nun könnte frau es noch ausweiten, indem zwei Töpfe genommen werden, die jeweils einem Geschlecht zugeordnet werden. Für einen Jungen könnte dann bspw. ein Weizenkorn genommen werden , für ein Mädchen eine andere Getreidesorte. Aber auch hier sind  der eigenen Intuition und Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Abschließend wünsche ich allen dass die Göttin euren sehnlichen Wunsch  erfüllen möge.

Quellen und Anmerkungen:

Bei der Anwendung der Kräuter bitte auf die Vertäglichkeit achten und notfalls erst den Arzt fragen!

-Heilkunst der Frauen/ S. Marosi

* wer etwas über das matrifolkale Leben der Frauen ( und Ursprung  ihrer Sippengemeinschaft) lesen + lernen möchte, dem empfehle ich  die Bücher von Kirsten Armbruster, die auf der Seite* kirstenarmbruster.wordpress.com *zu finden sind!

**Textauszüge aus dem Buch Aphrodisisaka von Rätsch und Eberling.

Diese Rezepte und magischen Rituale sind kein Versprechen, dass es letztendlich mit der Schwangerschaft klappt, doch können sie vielleicht etwas dazu beitragen. Wichtig ist immer, das Frau an sich und ihre Intuition, sowie ihre magische Kraft glaubt!

Bilder: (c) Hexenworte

 

Alle Texte und viele der Bilder sind mein Eigentum! Das Kopieren ohne meine Einwilligung ist untersagt. Bei Interesse an der Verbreitung einer meiner Artikel, bitte eine E-Mail an mich senden, oder mich auf Facebook anschreiben!

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2 Kommentare zu “Frauenkräuter und Fruchtbarkeitsmagie

  1. Seline
    20. Oktober 2017

    Hallo, wenn ich einen solchen Tee selbst zusammenstellen möchte, wie viel muss ich denn von den jeweiligen Kräutern anwenden ?

    • steffistoige
      20. Oktober 2017

      Liebe Seline bei Fragen schreib mir doch einfach eine E-mail (steht unter Kontakt) oder eine PN auf Facebook! Da kann ich Dir gerne Deine Fragen beantworten… LG

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